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Antoni-Krawatte

Nachdem die erste Lieferung der Antoni-Krawatten bereits auf der Generalversammlung ausverkauft war, gibt es jetzt Nachschub.
Für € 15,- kann die Krawatte mit dem dezenten Logo bei den Malerwerkstätten Eschhaus, im Gasthof Kruse und beim Jägerhof Sendes gekauft werden.

Spende für Jugendfußballer

Direktor Michael Sendes und König Laurenz Rumphorst übergaben am 24.08.2016 Fußball-Abteilungsleiter Lothar Ullrich und Jugendobmann Robert Schwering von der DJK GW Nottuln einen Spendenscheck in Höhe von € 250,00. Das Geld ist für die Jugendfußballabteilung des Vereins bestimmt. "Die Jugendfußballabteilung leistet herausragende Arbeit und bietet vielen Kindern und Jugendlichen ein Zuhause. So einen tollen ehrenamtlichen Einsatz der Trainer und Betreuer unterstützen wir gerne" sagte Michael Sendes.

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Der heilige Antonius

Der heilige Antonius Abbas

Antonius Abbas auch Antonius der Große, oder Antonius Eremita,
(* um 251; † 356), christl. Heiliger, war ein ägyptischer Mönch, Asket und Einsiedler.
Er gilt als der erste christliche Mönch und wird Vater der Mönche genannt;
sein Gedenktag ist der 17. Januar.

*"Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trocken Jahr."
Wer mehr über den Heiligen Antonius erfahren möchte,
braucht nur auf das Bild zu klicken.
Die Statue des Heiligen Antonius steht an der Martinuskirche in Nottuln.

Sein Leben

Das Leben des heiligen Antonius wird uns überliefert vom alexandrinischen Bischof Athanasius (um 300 - 373) in dessen Vita Antonii, die er um 360 verfasste. Demnach wurde Antonius um 251 in Koma in Mittelägypten (Fayum) als Sohn wohlhabender christlicher Bauern geboren. Als Antonius etwa 20 Jahre alt war, starben seine Eltern, ihm die Verantwortung für den Hof und für die jüngere Schwester zurücklassend. Er folgte dem Bibelwort „Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe was du hast, und gib’s den den Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!” (Matthäus 19,21). Nachdem er seinen Besitz verschenkt hatte und seine Schwester in die Obhut einer christlichen Jungfrauengemeinschaft übergeben hatte, zog er sich in die Einsamkeit zurück, zuerst in eine Hütte in der Nähe seines Dorfes, später in alte Gräber und Kastelle am Rand der Wüste, bis er zum Schluss seine Einsiedelei in der Wüste am Berg Kolzim in Sichtweite des Roten Meeres einrichtete, wo er schließlich nach einem langen asketischen Leben starb.

Er scharte Schüler um sich, die sich als Einsiedler in seiner Nähe ansiedelten; der bekannteste ist wohl Hilarion von Gaza (291 - 371). Antonius wurde während seiner langen einsamen Wüstenaufenthalte immer wieder von quälenden Visionen, Versuchungen genannt, heimgesucht. Der Teufel erschien ihm in verschiedenen verlockenden Gestalten, um ihn von seiner Enthaltsamkeit und seinem gottesfürchtigen Leben abzubringen. Als das nichts fruchtete, peinigte er ihn in Gestalt von bestialischen Dämonen. Im Jahr 311, während der schlimmsten Christenverfolgungen, reiste er nach Alexandria, um den Märtyrern beizustehen. Eine zweite Reise nach Alexandria unternahm Antonius um 335, um seinem Freund Athanasius bei den arianischen Streitigkeiten zu helfen. In den alten Quellen sind auch Briefe des Antonius an Kaiser Konstantin und dessen Söhne überliefert.

Obwohl Antonius den beiden Mitbrüdern, die ihn zuletzt betreuten, den Auftrag erteilte, seinen Leichnam im Geheimen zu beerdigen, wurden seine sterblichen Überreste im 6. Jahrhundert entdeckt und dem christlichen Reliquienkult ausgeliefert. Das hohe Alter des heiligen Antonius ist sicher legendarisch, ein Geburtsdatum um 251 kann nicht bewiesen werden. Ebenso in den Bereich der Legende ist der von Hieronymus (um 347 - 419/20) in dessen Vita Pauli erwähnte Besuch des 90-jährigen Antonius bei dem angeblich ersten Einsiedler in der ägyptischen Wüste, dem damals 113 (!) Jahre alten Paulus von Theben, einzuordnen.

Die Versuchungen

Das Wesen der Versuchungen im Leben des heiligen Antonius besteht im Versuch Satans, den Heiligen vom rechten Weg abzubringen und ihn der Sünde auszuliefern.
Die Versuchungen des heiligen Antonius werden in der Vita Antonii und in anderen Quellen geschildert. So erscheint ihm in seinen asketischen Visionen Satan in menschlicher Gestalt, als schwarzer Knabe oder verführerische Frau, um ihn zur Sünde der Unzucht zu verführen; Satan gaukelt Antonius Haufen von Gold, silberne Teller, reich gedeckte Tische und andere Verführungen vor. Er erscheint aber auch in Gestalt von tierischen Bestien, um Antonius zu peinigen und zu quälen, weil er nicht von seinem Glauben abzubringen ist. Das Thema der Versuchungen und Peinigungen des heiligen Antonius wird immer wieder in den Nacherzählungen der Heiligenlegenden ausgebreitet und ist Auslöser für die zahlreichen Darstellungen des Themas in der bildenden Kunst Europas.

Nach ersten Freskodarstellungen im 10. Jahrhundert kommt es in der Buchmalerei und später im Buchdruck des Spätmittelalters zu einer ersten Häufung der Darstellung des Themas. Kurz nach 1500 entstehen die großen bekannten Antoniusversuchungen, allen voran die von Hieronymus Bosch (um 1450 - 1516) in Lissabon (Museu Nacional de Arte Antiga) und Matthias Grünewald (um 1475 - 1528) in Colmar (Museé d’Unterlinden). Seither ist das Thema fester Bestandteil in der Arbeit der bildenden Künstler. In der neueren Kunst sind die Darstellungen von Max Ernst (1891 - 1976) und Salvador Dalí (1904 - 1989), beide 1946 im Rahmen eines Wettbewerbs entstanden, hervorzuheben.

Bedeutung und Wirkung

Antonius gilt als Begründer des christlichen Mönchtums. Während er schon um 305 Schüler um sich schart, gründet er die ersten christlichen Einsiedlergemeinschaften (Anachoreten), mehr oder weniger lose Zusammenschlüsse von getrennt wohnenden Einsiedlern. Im Gegensatz dazu gründet um 325 Pachomios (um 292 - 346) das erste christliche Kloster, in dem die Mönche gemeinsam (Koinobiten) in kasernenähnlichen Anlagen leben und arbeiten.

Antonius wurde durch seinen übermenschlichen Widerstand gegen die oben geschilderten Versuchungen berühmt und als Wundertäter und Mann Gottes bewundert. Zahlreiche Verehrer, die ihn in der Wüste in seiner Einsiedelei aufsuchten, beeindruckte er durch Wunderheilungen und Dämonenaustreibungen. Seine sterblichen Überreste erlangten später gegen seinen ausdrücklichen Wunsch als Reliquien besondere Bedeutung. Ein französischer Ritter bringt um 1070 die Gebeine des heiligen Antonius aus Byzanz nach Frankreich, wo sie im Kloster Saint Antoine (bei Grenoble) ihre letzte Ruhe finden. Partikel seiner Reliquien finden sich u. a. auch in Echternach, Köln und Florenz.

Anlässlich einer Ende des 11. Jahrhunderts auftretenden, Antoniusfeuer genannten Seuche, die man später als Mutterkornvergiftung (s. Mutterkorn) identifizierte, suchte man Zuflucht bei den Reliquien des heiligen Antonius als Heilmittel. Der darauf hin gegründete Antoniter-Orden verbreitete sich im Dienste der Krankenpflege während des Mittelalters in ganz Europa. Nach einer Blütezeit im Spätmittelalter erlitt der Orden mit der beginnenden Neuzeit und der aufkommenden Reformation einen Niedergang und wurde aufgelöst.

Der Orden hatte das Recht, das so genannte Antoniusschwein zur Mast im Dorf auf Kosten der Allgemeinheit frei herumlaufen zu lassen. So wurde Antonius der Große im süddeutsch-österreichischen Raum auch bekannt als Sau- oder Fackentoni, in Westdeutschland als Swinetünnes. Der heilige Antonius ist der Schutzheilige der Bauern und ihrer Nutztiere, aber auch der Sauhirten und Metzger. Antonius gilt als Schutzheiliger gegen Seuchen.

Historie

Die ikonographischen Zeichen, an denen der Heilige erkennbar ist, sind sein Schwein, ein Glöckchen, das T-Kreuz (griech. tau) auf seiner Kutte und der T-förmige Krückstock. Am Antoniustag erhalten Schweine üblicherweise besonders gutes Futter. Am 17. Januar wird auch das Antoniusbrot gesegnet, das für die Menschen als Heilmittel gegen das Antoniusfeuer gilt. Als Wetterregel besteht für den Antoniustag:
*"Wenn an Antonius die Luft ist klar, gibt's bestimmt ein trocken Jahr."

Antonius der Große ist nicht zu verwechseln mit Antonius von Padua

Quellen
* Athanasius: Vita Antonii. dt. Übersetzung von Hans Mertel, Kempten 1917
* K. Heussi: Der Ursprung des Mönchtums. Tübingen 1936
* V. H. Bauer: Das Antonius-Feuer in Kunst und Medizin. Berlin 1973
* H. C. Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Köln 2001



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