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Satzung

Satzung der St. Antoni-Bruderschaft von 1609

Lieber Antonibruder,
dieser Satzung liegt der Druck der letzten verschriftlichen Ausgabe zum Antoniusfest 1991 zugrunde.
Zum bessern Vergleich der hier von Hand abgeschriebenen - und der Druckgabe der Satzung wurden die Seitenzahlen genau übernommen und die neue deutsche Rechtschreibung
nicht übernommen.

Satzung der St. Antoni-Bruderschaft

Übersicht:

Präambel
I. Von der Bruderschaft
II. Von den Aufgaben der Bruderschaft
III. Von den Mitgliedern
IV. Von der Generalversammlung
V. Von der Leitung der Bruderschaft, dem König und dem Vorstand
1. Von den Ämtern allgemein
2. Vom Amte des Königs
3. Von dem Kreis der Ehrenmitglieder
4. Vom Korps der Offiziere
5. Von dem Vorstand
6. Von dem geschäftsführenden Vorstand
VI. Von der Verehrung des Heiligen Antonius und dem Leben
der Bruderschaft in der Pfarrgemeinde
VII. Von dem Totengeleit und dem Totengedenken
VIII. Von dem Schützenfeste
IX. Von dem Bruderschaftsvermögen und seiner Verwaltung
X. Schluss- und Übergangsbestimmungen

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Satzung der St. Antoni-Bruderschaft von 1609 zu Nottuln

Präambel
Als im Jahre 1609 die Pest Dorf und Kirchspiel Nottuln heimsuchte und zahlreiche Menschen dahinraffte, fanden sich Männer und Frauen aus der Gemeinde zusammen, die bis dahin in der Gemeinschaft der alten St. Annen Gilde gelebt hatten. Unter dem Erleben der fürchterlichen Seuchenkatastrophe gelobten sie, in der Zukunft zur Ehre der Gottesmutter und des Hl. Abtes Antonius als des Patrons und Fürbitters zur Zeit der Seuchen alljährlich einen Festtag zu halten und eine besondere Bruderschaft zu begründen.

Im Jahre 1626 genehmigte der Bischof von Münster die Errichtung der Bruderschaft, die sich in den Not -und Pestjahren 1623, 1636 und 1666 bewährte, da die Menschen sich zu gegenseitiger Hilfe und Beistand in Not, Krankheit und dem Todesfall verpflichtet hatten.

Um Friede und Freundschaft zu fördern, verband man mit der Bruderschaft alsbald ein Schützenfest zu Mittsommer, bei dem nach dem Vogel geschossen wird.

Im Jahre 1753 stellte die St. Antoni-Bruderschaft unter ihrem Gildemeister Amtmann Dominicus Otto Hinricy eine neue Satzung auf, die die alten Gewohnheiten und die Erfordernisse der Zeit berücksichtigte. Damals nahm die ganze Bruderschaft dieses Gesetz in gemeinsamen Beschluss an.

Spätere Zeiten und andere Vorstellungen veränderten die alte Satzung erheblich, neue Gewohnheiten schlichen sich ein und drohten auch, den bruderschaftlichem Geist zu beeinträchtigen.




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Nachdem die Bruderschaft trotz des Verbotes durch die Gewaltherrschaft 1933 bis 1945 weiter lebendig fortbestand und Friede und Freiheit in unserem Lande wieder blühen, andererseits alte Traditionen vielfach der Missachtung unterliegen, beschloss der Vorstand der St. Antoni-Bruderschaft im Jahre 1986 - zwei Jahre nach dem 375jährigen Bestehen - ein neues Statut auf der Grundlage der Satzung von 1753 und der alten, bekannten und wohl vertrauten Traditionen und dem Herkommen zu schaffen. Hierbei sollten der Wandel der Zeit und die geänderten Lebensgewohnheiten angemessen berücksichtigt werden
.
Nach zahlreichen Gesprächen innerhalb der Bruderschaft wurde ein Satzungsausschuss vom Direktor einberufen. Dieser Ausschuss erarbeitete In mehreren Sitzungen einen Entwurf der neuen Satzung, der vom Vorstand am 3. Oktober 1987 beraten und beschlossen wurde, in der Generalversammlung am 15. November 1987 nochmals ausführlich erörtert und sodann beschlossen wurde.

Am Antoniusfest 1988 bestätigte die Generalversammlung der Bruderschaft den Beschluss und die Annahme der neuen Satzung.

Möge diese neue Satzung der St. Antoni-Bruderschaft zu Nottuln im vierten Jahrhundert Ihres Bestehens zu weiterer Blüte auf der Grundlage bruderschaftlichem Geistes und freundschaftlichen Miteinanders verhelfen.



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I. Von der Bruderschaft

1. Die St. Antoni-Bruderschaft ist eine Vereinigung von Männern aus dem Dorfe Nottuln und den umliegenden sieben Bauernschaften, die sich um ein verbessertes Miteinander im christlichen Geiste bemühen.

2. Die Bruderschaft führt Wappen, Siegel und Fahnen mit dem Bild des Hl. Antonius des Einsiedlers. Ihre Farben sind Rot und Weiß.

3. Sie fühlt sich den Gedanken und Aufgaben der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und deren Wahlspruch “Glaube - Sitte -Heimat“ verpflichtet.

4. Die St. Antoni-Bruderschaft ist nach Vereinsrecht ein nicht eingetragener Verein Bürgerlichen Rechtes. Es gelten die entsprechenden Bestimmungen des Vertretungs- und Haftungsrechtes.

II. Von den Aufgaben der Bruderschaft

1. Die Aufgaben der Bruderschaft leiten sich aus ihrer Stiftung im Jahre 1609 und aus ihrem Herkommen ab.

2. Demnach sind die Mitglieder der Bruderschaft in besonderer Weise verpflichtet, sich in ihrem Lebenskreis für Frieden und Einigkeit einzusetzen und ihrem Nächsten in Not und Tod beizustehen.

3. Die Bruderschaft trägt ihre Mitglieder zu Grabe und ehrt im regelmäßigen Gottesdienst wie in ihren Versammlungen das Gedenken der Toten.

4. Die St. Antoni-Bruderschaft ist der Pfarrgemeinde St. Martinus und ihrer Geistlichkeit verbunden.

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Sie unterstützt durch aktive Mithilfe das religiöse Leben innerhalb der Heimatpfarre und setzt sich besonders für die Verehrung des 1. Antonius des Einsiedlers und der Gottesmutter ein.

5. Zur Förderung dörflicher Gemeinschaft und der Freundschaft untereinander feiert die St. Antoni-Bruderschaft jährlich um Mittsommer ein großes Schützenfest, an dem auch Freunde und Gäste der Bruderschaft teilnehmen können.

6. Als eine der ältesten ununterbrochen bestehende Gemeinschaft in Nottuln sieht sich die St. Antoni-Bruderschaft besonders gehalten, die örtliche Kultur- und Heimatpflege nach Kräften zu unterstützen und auch eigene Vorhaben durchzuführen.

III. Von den Mitgliedern

1. Die Mitgliedschaft in der St. Antoni-Bruderschaft können Männer aus dem Dorfe Nottuln und seinen Bauernschaften erwerben, die sich den Zielen und Aufgaben dieser Bruderschaft verbunden fühlen und sich dafür aktiv einsetzen wollen. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme.

2. Jedes Mitglied hat den durch die Generalversammlung festgesetzten Jahresbeitrag zu zahlen.

3. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tode, dem erklärten Austritt oder der Einstellung der Beitragszahlungen. Auf Antrag eines Vorstandsmitgliedes kann der Vorstand mit Zwei-Drittel-Mehrheit ein Mitglied ausschließen, das sich gröblichst gegen die Bruderschaft und ihre Satzungen vergangen hat.



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4. Traditionell war die Mitgliedschaft in der St. Antoni-Bruderschaft erst mit der Eheschließung und der Gründung eines eigenen Hausstandes möglich. Mit Blick auf die Zeitläufe und die geänderten Lebensgewohnheiten nimmt die St. Antoni-Bruderschaft Männer in ihre Reihen auf, die in der Regel verheiratet sind. Auch Alleinstehende können Mitglied der Bruderschaft werden.

5. Stirbt ein Antoni-Bruder, so bleibt seine Witwe der Bruderschaft beitragsfrei verbunden.

IV. Von der Generalversammlung

1. Die Generalversammlung der Bruderschaft tritt einmal in jedem Jahr zusammen, und zwar am Sonntag nach dem 17. Januar, dem Tag der äußeren Feier des Schutzpatrons St. Antonius.

2. An diesem Tag versammeln sich nach dem Umgang und der Pestmesse die Antoni-Brüder in dem vom Vorstand festgesetzten Lokal.

3. Die Versammlung wird spätestens sieben Tage zuvor schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Sie wird durch den Direktor geleitet. Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 50 Antoni-Brüder anwesend sind. Sind weniger als 50 Mitglieder gekommen, so erfolgt eine neue Ladung ohne Fristsetzung. Diese Versammlung ist dann in jedem Falle beschlussfähig.

4. Die Generalversammlung gedenkt der Toten der Bruderschaft und nimmt die Jahresberichte des Vorstandes und der Kassenprüfer entgegen. Danach wird Gelegenheit zur Aussprache gegeben. Allein die Generalversammlung kann den Vorstand entlasten.

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5. Die Generalversammlung beschließt über die Höhe des Jahresbeitrages auf Vorschlag des Vorstandes.

6. Die Generalversammlung wählt in jedem Jahr zwei sachkundige Antoni-Brüder zu Kassenprüfern für das folgende Jahr. Diese dürfen nicht Mitglieder des Vorstandes sein.

7. Alle Antoni-Brüder haben ein Antragsrecht und dürfen Anregungen und Vorschläge in die Generalversammlung einbringen. Sind einzelne Mitglieder erkrankt oder am Tage der Generalversammlung anderweitig verhindert, haben sie das Recht auf schriftliche Eingabe. Diese ist an den Vorstand zu richten z.H. des Direktors.

8. Die Diskussion ist grundsätzlich frei. Sie wird vom Direktor geleitet.

9. In Streitfällen, die sich mit dem Vorstand befassen, hat der Senior, sein Stellvertreter oder ein anderes Ehrenmitglied die Leitung der Versammlung zu übernehmen.

10. Alle fünf Jahre wählt die Generalversammlung aus ihrer Mitte wenigstens 17 und höchstens 23 Mitglieder in den Vorstand. Wiederwahlen sind möglich. Die näheren Einzelheiten über das Wahlverfahren regeln die Bestimmungen über den Vorstand.

11. Wahlen und Abstimmungen in der St. Antoni-Bruderschaft sollten im bruderschaftlichem Geist öffentlich erfolgen. Geheime Abstimmung ist nur möglich, wenn die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder dies beschließt.

12. Der in den letzten Jahren geübte Brauch, nach der Generalversammlung ein gemeinsames Mahl mit dem aus der Bruderschaft erwachsenen Männergesangverein von 1860 zu halten, hat sich bewährt und soll beibehalten werden.



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V. Von der Leitung der Bruderschaft, dem Amte des Königs und dem Vorstand

1. Von den Ämtern allgemein

Die St. Antoni-Bruderschaft wird geleitet und verwaltet von den Männern des Vorstandes. Diese finden sich in den verschiedenen Vorstandsämtern ein, um — unterschiedlich nach Wahl und Aufgabe — die Geschicke der Bruderschaft zu leiten, zu beraten und mitzugestalten. Die Mitwirkung an der Leitung der Bruderschaft und die Führung ihrer Geschäfte vollzieht sich in den folgenden fünf Ämtern:
a) Die Könige
b) Die Senioren
c) Das Offizierskorps
d) Der Vorstand
e) Der Geschäftsführende Vorstand

2. Vom Amte des Königs

a) Der König eines jeden Jahres ist gemeinsam mit dem Direktor oberster Repräsentant der Bruderschaft. Er erlangt seine Wurde durch den Königsschuss beim Schützenfest. Die Bruderschaft erweist ihm für ein Jahr königliche Ehren. Mit der Proklamation erreicht der König für ein Jahr die beratende Mitgliedschaft im Geschäftsführenden Vorstand.

b) Nach Ablauf eines Jahres und mit dem Königsschuss beim nächsten Schützenfest übernimmt der König Amt und Titel des Alten Königs, mit dem ein Sitz im Vorstand verbunden ist. Weitere Pflichten ergeben sich daraus nicht.

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c) Hat ein Alter König kein weiteres Vorstandsamt inne, so tritt er mit dem Ablauf des Amtsjahres als Alter König in die Reihen der Antoni-Brüder zurück. Er hat das Recht bis zur nächsten wählenden Generalversammlung als beratendes Mitglied im Vorstand mitzuarbeiten.

d) Der jeweilige König schenkt der Bruderschaft zum Silberschatz eine Plakette mit seinem Namen, die an der Königskette befestigt wird. Er selbst erhält von
derder Bruderschaft eine Königsmedaille und ein Bildnis des Hl. Antonius.
der Bruderschaft eine Königsmedaille und ein Bildnis des Heiligen Antonius.

e) Der amtierende König erhält von der Bruderschaft einen einmaligen Zuschuss zu seinen Kosten. Über die Höhe des Zuschusses entscheidet der Vorstand.

f) Wird ein Vorstandsmitglied-König, so wird sein Platz freigehalten, es sei denn, im laufenden Jahr als König oder Alter König stehen Vorstandswahlen an. Möchte ein König auch für die weitere Zukunft im Vorstand mitarbeiten, ist er zur Vorstandswahl grundsätzlich zugelassen, ungeachtet der Tatsache, dass ihm ohnehin ein fester Platz in den betreffenden Vorstandsämtern zusteht.

3. Von dem Kreis der Senioren

a) Dem Kreis der Seniorengehören Männer an, die das 60. Lebensjahr vollendet und sich im Laufe ihrer Zugehörigkeit zur St. Antoni-Bruderschaft in besonderer Weise ausgezeichnet haben. Sie hatten entweder ein Vorstandsamt inne, waren Könige oder machten sich auf andere Weise um die Bruderschaft verdient. Im Einzelfall kann von der Altersgrenze Abstand genommen werden.








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b) Der Kreis der Senioren hat die Aufgabe, der gesamten Bruderschaft vermittelnd durch Rat und Tat zu dienen. Insbesondere obliegt es ihm, die alten Traditionen von Dorf und Kirchspiel Nottuln in der Bruderschaft lebendig zu halten und ihr Leben auch mit kritischem Rat zu begleiten.

c) An der Spitze des Kreises der Seniorensteht als Sprecher der Senior. Dieser sollte im Benehmen mit dem Direktor mindestens einmal im Jahr den Kreis der Senioren zusammenrufen. Seine Mitglieder werden in dieser Versammlung über die laufenden Geschäfte und Bemühungen der Bruderschaft informiert und können ihre Meinung dazu kundtun.

d) Eine Wahl in den Kreis der Seniorenerfolgt durch die Generalversammlung. Der Vorstand schlägt in der Regel die geeigneten Kandidaten vor, allerdings haben auch zwölf Antonibrüder gemeinsam das Recht, einem verdienten Mit-Bruder einen Sitz im Kreis der Senioren anzutragen. Dieser Antrag ist schriftlich spätestens zur Weihnachtsversammlung beim Direktor einzureichen. Der Vorstand muss ihm zustimmen und wird ihn dann in die Generalversammlung einbringen.

e) Eine Kandidatur zum Kreis der Senioren bedarf selbstverständlich der Zustimmung des Kandidaten.

f) Ein Antoni Bruder, der in den Kreis der Seniorengewählt wurde, behält dieses Amt auf Lebenszeit, es sei denn, dass er aus eigenem Entschluss darauf verzichten möchte.

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g) Der Kreis der Senioren wählt unter sich den Senior und seinen Stellvertreter. Diese beiden vertreten die Senioren und können im Auftrage des Direktors auch die Bruderschaft repräsentieren. Die Amtszeit des Seniors und seines Stellvertreters ist begrenzt durch das Lebensalter und das Wollen der Amtsinhaber.

h)Die Wahl des Seniors und seines Stellvertreters wird durch den Direktor geleitet. Die Wahlen sind in der Regel öffentlich. Geheime Wahlen erfolgen nur, wenn mehr als die Hälfte der anwesenden Mitglieder des Kreises der Seniorendies wünschen.

i. Der Senior oder sein Stellvertreter hat das Recht, beratend an des Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstands teilzunehmen.

j) die Bruderschaft ist gehalten, dem Kreis der Senioren im öffentlichen Auftreten ein besonderes Gewicht und die Präzedenz nach Direktor und Königen zuzugestehen.

4. Vom Korps der Offiziere

a) Dem Offizierskorps obliegt vor allem die reibungslose Durchführung des Schützenfestes und der anderen Termine, an denen die Bruderschaft öffentlich auftritt. Die Verantwortung der Ofiiziere ist gegliedert im Sinne der im 19. Jahrhundert eingeführten Militärordnung nach den Rängen und Aufgaben:

b) Ranghöchster Offizier ist der Oberst, dem zwei Adjutanten zugeordnet sind.

c) Der Major führt im Namen des Oberst das Kommando über die Bruderschaft an den Schützenfesttagen. Ihm ist ein Adjutant zugeordnet.
Diese fünf Offiziere sind traditionell beritten.



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d) Das Kommando über die Kompanie zu Fuß untersteht nach dem Major dem Hauptmann, Oberleutnant, Fähnrich und zwei Fahnenjunker bilden die Fahnengruße. Der Leutnant beschließt als Flügeloffizier den Schützenzug.

e) Die Rangfolge gliedert sich demnach wie folgt:

Oberst
Major
Hauptmann
Fähnrich
Oberleutnant
Leutnant
2 Fahnenjunker
3 Adjutanten

Die Aufgabenbereiche ergeben sich aus der Festordnung.

f) Mit Blick auf die Verantwortung und die besonderen Anforderungen der Offiziere wird dem Korps das Recht zugestanden, seine Zusammensetzung und seinen evtl. Nachwuchs selbst vorzuschlagen. Das Offizierskorps wählt aus der Bruderschaft nach vorheriger Rücksprache mit dem Direktor geeignete Mitglieder für die einzelnen Positionen aus.

g) Der Vorstandbestätigt die getroffene Wahl der Offiziere mit einfacher Mehrheit. Kommt keine Bestätigung zustande, soll der Senior zur Vermittlung angerufen werden.

h) Der Vorstand gibt die Besetzung des Offizierskorps der Bruderschaft auf jeder Generalversammlung zur Kenntnis.

i) Die Amtszeit eines Offiziers ist nicht fest begrenzt. Sie endet durch Tod, freiwilligen Abschied aus Alters- oder Gesundheitsgründen oder den Willen aller übrigen Offiziere. Dieser ist durch geheime Abstimmung festzulegen und umgehend dem Direktor und dem Geschäftsführenden Vorstand anzuzeigen.

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j)Der Oberst ist geborenes und stimmberechtigtes Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes.

k) Die Offiziere bestimmen durch Wahl ein weiteres Mitglied für den Vorstand.

l) Die Offiziere haben das ausdrückliche Recht, sich nach ihrem Gutdünken zu treffen, an den übrigen Vorstand zu appellieren und ihm Vorschläge direkt zu unterbreiten.

m) Offiziere werden zu Vorstandssitzungen eingeladen.


5. Von dem Vorstand

a) Der Vorstand setzt sich aus wenigstens 22 und höchstens 28 Antoni Brüdern zusammen.
17 bis 23 Mitglieder werden auf der Generalversammlung auf Vorschlag des scheidenden Vorstandes gewählt.
Der Kreis der Seniorenentsendet den Senior oder seinen Stellvertreter.
Das Offizierskorps entsendet den Oberst und einen weiteren aus seiner Mitte gewählten Vertreter.
Der König und der Alte König sind ebenfalls für die Dauer ihrer Amtszeit Vorstandsmitglieder.

b) Diese 22 bis 28 Vorstandsmitglieder leiten die Geschicke der Bruderschaft insgesamt, delegieren aber die allgemeine Geschäftsführung auf den Geschäftsführenden Vorstand.

c) Der Vorstand trifft sich mindestens zweimal im Jahr, zu Ostern und in der Adventszeit vor Weihnachten. Zu diesen Sitzungen ist schriftlich spätestens eine Woche zuvor zu laden. Die Tagesordnung ist ebenfalls vorher den Vorstandsmitgliedern bekannt zu geben.

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d) Der Vorstand bestimmt die Richtlinien der Arbeit innerhalb der St. Antoni—Bruderschaft und kann dem Geschäftsführenden Vorstand Aufträge erteilen.

e) Für den Kreis des Vorstandes kommen nur solche Antoni-Brüder in Betracht, die sich mit Eifer und Zuverlässigkeit für die Geschicke der St. Antoni-Bruderschaft einsetzen, ihre Traditionen beachten und zu guter Zusammenarbeit im bruderschaftlichem Geiste bereit und befähigt sind.

f) Von den Vorstandsmitgliedern wird ein besonderer Einsatz verlangt. Wahlen nach Gunst und Gaben verbieten sich im Interesse der St. Antoni-Bruderschaft von selbst.

g) Die Amtszeit des Vorstandes beträgt fünf Jahre. Sie währt von der Generalversammlung am Antoniusfest mit Abschluss des Wahlverfahrens bis zum Beginn des entsprechenden Wahlganges am Antoniusfest nach abgelaufenen fünf Jahren. Wiederwahl kann erfolgen.

h) In der letzten Generalversammlung vor Ablauf der Amtszeit des Vorstandes, d.h. ein Jahr vor einer Generalversammlung mit Vorstandsneuwahlen, muss der amtierende Vorstand die Bruderschaft an die im kommenden Jahr erfolgenden Wahlen erinnern. Der amtierende Vorstand nimmt sodann aus der Generalversammlung Vorschläge für die Besetzung des neuen Vorstandes entgegen. Vorgeschlagene Antoni—Brüder müssen bezüglich ihrer Bereitschaft zur Kandidatur sogleich befragt werden. Das Ergebnis ist im Protokoll festzuhalten.

i) Weiter haben zwölf Antonibrüder das Recht auf dem Wege der schriftlichen Eingabe dem Vorstand einen neuen Vorstandskandidaten vorzuschlagen. Der Vorschlag muss jedoch bis zum Beginn der Weihnachtsversammlung des Vorstandes, in der der Wahlvorschlag erarbeitet wird, beim Direktor eingereicht werden.

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j) Der Vorstand berät auf der Weihnachtsversammlung, die der Generalversammlung mit Wahlen unmittelbar vorausgeht, den Gesamtvorschlag für den neuen Vorstand. Dabei sind die Vorschläge der vorherigen Generalversammlung und evtl. schriftlich eingereichte Wahlvorschläge zu prüfen und angemessen zu berücksichtigen.

k) Die Vorstandswahlen in der Generalversammlung leitet der Senior, sein Stellvertreter oder das älteste anwesende Mitglied des Kreises der Ehrenmitglieder. Dabei ist zunächst zu entscheiden, ob die Generalversammlung den Wahlvorschlag des Vorstandes nach der Gesamtliste oder nach Stellen abstimmen will. Sodann erfolgt die Wahl mit einfacher Mehrheit.

l) Auch die Vorstandswahl sollte im bruderschaftlichem Sinne offen sein. Geheime Wahl tritt nur ein, wenn mehr als die Hälfte der anwesenden und eingetragenen Antoni-Brüder das beschließt.

m) Findet ein Vorschlag des Vorstandes zur Neuwahl insgesamt keine Mehrheit, so ist nach einzelnen Stellen abzustimmen. Vorstandskandidaten, die keine Mehrheit auf sich vereinen können, sind aus einer beim Vorstand vorhandenen Liste von Reservekandidaten zu ersetzen. Diese Liste wird ebenfalls auf der Weihnachtsversammlung vor der Generalversammlung mit Vorstandsneuwahlen aufgestellt. Die Kandidaten in dieser Reserveliste sind vorher auf ihre Bereitschaft zu einer evtl. Kandidatur zu befragen.

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n) Stirbt ein Vorstandsmitglied oder scheidet es auf andere Weise aus, so ist die Stelle auf der nächstfolgenden Generalversammlung neu zu besetzen. Das Vorschlagsrecht für diese Stelle liegt zunächst beim Vorstand. Vorschläge aus der Bruderschaft können entsprechend den Bestimmungen zur regulären Vorstandswahl abgegeben werden, d.h. mit zwölf Unterschriften zur vorhergehenden Weihnachtsversammlung. Sind die Fristen nicht als ausreichend anzusehen, so ist eine Nachwahl zum Vorstand über den Termin einer Generalversammlung hinaus zu verschieben. Diese kann dann allerdings noch einen eigenen Vorschlag einbringen.

o) Die Vorstandsmitglieder wählen aus ihrer Mitte sechs Mitglieder für den Geschäftsführenden Vorstand.

p) Die Vertreter des Kreises der Seniorenund des Offizierskorps im Kreise des Vorstandes sind allerdings für den Geschäftsführenden Vorstand nicht wählbar.

6. Von dem Geschäftsführenden Vorstand

a) Der Geschäftsführende Vorstand leitet verantwortlich die laufenden Geschäfte und die Geschicke der St. Antoni-Bruderschaft.
Er besteht aus neun Antonibrüdern, von denen sechs aus der Mitte des Vorstandes zu wählen sind.

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b) Folgende Ämter sind im Geschäftsführenden Vorstand zu besetzen und vom Vorstand zu wählen:

1. Direktor
2. Direktor
1. Schäffer aus dem Vorstand
2. Schäffer
1. Vorsteher
2. Vorsteher

Oberst -aus dem Offizierskorps

beratend-Jahreskönig
beratend-Senior- aus dem Kreis der Senioren

c) Der Direktor ist das Haupt der Bruderschaft und verantwortlich für alle Fragen der Leitung und der Geschäftsführung. Er ist erster Ansprechpartner in der Öffentlichkeit und gemeinsam mit dem König oberster Repräsentant aller Antonibrüder.

d) Der 2. Direktor ist Stellvertreter des 1. Direktors und verantwortlich für die allgemeine Organisation der Geschäftsführung.

e) Die beiden Vorsteher übernehmen nach alten Traditionen die besonderen Verwaltungsaufgaben des Kassierers und des Schriftführers.

f) Die Schäffer übernehmen nach jeweils zu beschließen der Geschäftsverteilung Sonderaufgaben wie z.B. das Archivwesen, die Werbungs-und Öffentlichkeitsarbeit, das Beitragswesen oder andere sich aus bestimmten Anlässen ergebende Aufträge.

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g) Der Senior und der Jahreskönig nehmen als Mitglieder mit beratender Stimme an den Sitzungen des Geschäftsführenden
Vorstandes teil.

h) Der Direktor ruft die Sitzungen des Geschäftsführenden Vorstandes nach Notwendigkeit ein. Diese sind vertraulich, jedenfalls nichtöffentlich. Eine weitere Information über den Kreis der Teilnehmer hinaus ist nicht vorgeschrieben.


i) Die Wahl von sechs Mitgliedern des Geschäftsführenden Vorstandes erfolgt in der Osterversammlung des Vorstandes nach den allgemeinen Vorstandswahlen. Die Leitung des Wahlgangs übernimmt der Senior oder sein Stellvertreter, sonst das älteste anwesende Vorstandsmitglied.

j) Größtmögliche Einigkeit im bruderschaftlichen Geist ist wünschenswert. Geheime Wahl findet nur denn statt, wenn mehr als die Hälfte der anwesenden Vorstandsmitglieder dies beantragt.

k) Eine Vorstandssitzung mit Wahlen kann nur stattfinden, wenn von den 25 Vorstandsmitgliedern wenigstens 17 anwesend sind.

l) Auch die Amtszeit des Geschäftsführenden Vorstandes währt fünf Jahre und endet mit dem Beginn des Wahlvorganges in der Osterversammlung des Vorstandes des abgelaufenen fünften Jahres.

m) Dies bedeutet auch, dass Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes, die nach Ablauf ihrer Amtszeit nicht mehr in den Kreis des Vorstandes hinein gewählt wurden, ihr
Amt noch bis zur nächstfolgenden Osterversammlung innehaben.
Amt noch bis zur nächstfolgenden Osterversammlung innehaben.

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VI. Von der Verehrung des H. Antonius des Einsiedlers

1. Mit der Stiftung der Bruderschaft im Jahre 1609 und ihrer Errichtung im Jahre 1626 versprachen die Gründer, sich in besonderer Weise der Verehrung des Hl. Antonius Eremita als eines Schutzpatrons gegen die Seuchen zu widmen.

2. Die St. Antoni-Bruderschaft hat daher die Pflicht, das Gedenken an ihren Patron zu pflegen und zu fördern.

3. Alljährlich findet daher, wie 1771 verordnet, am Sonntag nach dem 17. Januar, dem Namenstag des Heiligen, das Antoniusfest statt. Dem Herkommen gemäß versammelt sich die gesamte Bruderschaft mit Angehörigen, Freunden und weiteren Gläubigen zum Umgang um Kirche und Kirchhof, der nach dem Hochamt, dem letzten regelmäßigen Gottesdienst des Sonntagvormittags, beginnt.

4. Bei diesem Umgang wird das Bildnis des H. Antonius auf einem Traggestell um die Kirche geführt. Als Träger sind vorzugsweise die Offiziere zu wählen.

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5. Folgende Prozessionsordnung ist gebräuchlich:

- Kreuz und Fahnen
- Geistlichkeit
- Fahne der Antoni-Bruderschaft
- Antoniusstatue
- Vorstand mit Amtsstäben
- Antoni-Brüder mit Antoni-Schwestern

- 2. Fahne der Bruderschaft
übrige Fahnenabordnungen, Gläubige

6. Nach dem Umgang wird die Pestmesse gefeiert, in der traditionell keine Predigt gehalten wird. Die Kollekte in dieser Messe ist zu halten für die Unterstützung armer Kranker in der Gemeinde. Traditionell übernimmt der Männergesangverein von 1860 die musikalische Gestaltung der Pestmesse, die mit dreifacher lateinischer Oration, dem Sakramentalen Segen und dem Antoniuslied beschlossen wird.

7. über die Gestaltung des Antoniusfest hinaus wirken die Antonibrüder bei den Prozessionen am Fronleichnamsfest und am Patronatsfest der Kirche wie auch an der sog. Hagelprozession mit Abordnung und Fahne mit. Bei der Hagelprozession wird die Statue d. H. Antonius ebenfalls mitgeführt.

8. Die Bruderschaft unterstützt ferner alle Aktionen und Bemühungen der Pfarrgemeinde St. Martinus, bei denen ihr Einsatz sinnvoll und gewünscht ist.

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9. Traditionell haben auch der Dechant an St. Martin und die übrigen Geistlichen Anteil an der Bruderschaft und sind zu ihren Veranstaltungen einzuladen.


VII. Von dem Totengeleit und dem Totengedenken

1. Die Satzung von 1753 bestimmte, dass die Beteiligung am Begräbnis der verstorbenen Mitbrüder “ein Fundament der Bruderschaft“ sei. Es ist Christenpflicht, für ein rechtschaffenes Begräbnis der Verstorbenen zu sorgen, überdies eines der Werke der Barmherzigkeit.

2. Stirbt ein Mitglied der Bruderschaft, so sollen die Hinterbliebenen umgehend dem Direktor davon Nachricht geben. Dieser oder ein, dazu besonders bestimmtes Mitglied des Vorstandes sorgt für die Unterrichtung der Bruderschaft durch Kanzelabkündigung oder andere Mitteilung und bestellt die Fahnenträger.

3. Bei jedem Begräbnis eines Antonibruders bzw. einer Antonischwester soll eine Fahnenabordnung gegenwärtig sein. Für die Übernahme dieses Amtes sind vor allem Vorstandsmitglieder, Offiziere, Seniorenund ältere Antonibrüder zu gewinnen, die reihum die Fahne tragen.

4. Die Fahne der Antoni-Bruderschaft soll dem Kreuz folgen und dem Sarg vorausgehen, die anwesenden Antonibrüder sind gehalten, der Fahne zu folgen.

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5. Im Einzelfall übernimmt die Bruderschaft - wie früher üblich - bei Beerdigungen die Trägerdienste. Da heute aber fast immer die Nachbarn diesen Dienst als Ehrenpflicht verrichten, kommt er für die Bruderschaft nur im Einzelfall und auf besondere Bitte der Hinterbliebenen in Betracht.

6. Die Bruderschaft gedenkt ihrer Toten in der Generalversammlung und in ihren Gottesdiensten zum Antoniusfest und zum Schützenfest in besonderer Weise.

VIII. Von dem Schützenfeste

1. Alljährlich um Mittsommer feiert die St. Antoni-Bruderschaft ein großes Schützenfest. Gewöhnlich liegt der Termin auf einem Sonntag vor oder nach dem Festtag des -1. Johannes des Täufers (24. Juni).
Zum Zeitpunkt der Genehmigung dieser Satzung durch die Generalversammlung fand das Vogelschießen an der Vogelstange am Bango statt. Diese Vogelstange wurde gemeinsam von der St. Antoni- und der St. Martini Bruderschaft. errichtet. Sie steht im Eigentum beider Bruderschaften. Die Grundstücks, Eigentums und Pachtverhältnisse sind in einem Vertrag zwischen der Gemeinde Nottuln und dem Bauern Wilhelm Schürmann-Vehoff geregelt.

2. Der Festtermin wird durch den. Vorstand bestmöglich bestimmt und in der Generalversammlung den Antoni-Brüdern mitgeteilt.

3. Die Beteiligung der Antonibrüder am Schützenfest ist eine Ehrenpflicht.

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4. Die Ordnung des einzelnen Schützenfestes kann wegen bestimmter Umstände und Notwendigkeiten wie Widrigkeiten durch den Vorstand mit Zustimmung der Generalversammlung verändert werden. Grundsätzlich gehören jedoch die folgenden Veranstaltungen zum Ablauf eines Schützenfestes der St. Antoni-Bruderschaft dazu:

- Weinprobe durch den Vorstand und Senioren
- Das Vogelstangeschmieren
- Einladung der Vorstände durch die berittenen Offiziere
-Schützenzug und Vogelschießen
-Parade und Reverenz vor der geistlichen und weltlichen Obrigkeit, die durch die Vorsteher am Sonntag vor dem Schützenfest eingeladen werden
- mindestens ein Königsball mit Polonaise
- Gottesdienst, gemeinsames Frühstück und Frühschoppen am Tage nach dem Fest.

5. Für die gegenwärtig übliche Abfolge beim Schützenfest wird eine eigene Festordnung erstellt. Sie regelt die genaue Abfolge, die Einladungen und besonderen Gewohnheiten.
6. Es liegt jedoch im Ermessen der Generalversammlung, einzelne Bestimmungen der Schützenfestfolge nach Vorschlag des Vorstandes oder auf begründeten Antrag zu ändern. Grundlegende Verschiebungen sollten aus Gründen der besseren Planung immer nur für das Folgejahr beschlossen werden.

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IV. Vom Vermögen der Bruderschaft

1. Durch alle Jahrhunderte verfügte die St. Antoni-Bruderschaft über Besitztümer, die sich aus ihrer Tradition, ihrem Herkommen und der aktiven Arbeit ergaben oder notwendig waren.

2. Hierzu zählen im Jahre 1987 u.a.:

- Die alte Antonius-Statue, die in der Pfarrkirche ihren Platz hat
- Torsten (Kerzenstangen) und Vorsteherstäbe aus alter Zeit
- Ein alter Eichenschrank
Der Silberschatz, bestehend aus drei Königsketten,
einer Vorsteherkette, 159 Königsschildern, dem silbernen Vogel, 17 Votivschildern und fünf weiteren Silberstücken verschiedener Bestimmung
- Das Archiv der Bruderschaft
- Die Montierung der Offiziere
-Ein Besitzanteil an einer alten Königskutsche
-Fahnen

3. Für die Verwaltung des Vermögens ist der Vorstand verantwortlich. Der Verkauf eines oder mehrerer Stücke aus dem Vermögen ist nur mit vorheriger Genehmigung der Generalversammlung möglich.

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4. Erstmals wieder zur Generalversammlung 1988 wird ein Vermögensregister der St. Antoni-Bruderschaft aufgestellt, dessen Übernahme und Richtigkeit durch den neuen Vorstand bestätigt wird. Mit jedem Wechsel des Vorstandes wird der Vermögensbestand überprüft, ggfs. korrigiert und auch die Übernahme quittiert. Zu diesem Zweck wird ein gesondertes, festeingebundenes Buch angelegt. Nach Übernahme des Vermögens wird das Inventar durch den Geschäftsführenden Vorstand bestätigt und auf der nächsten Generalversammlung Bericht über den gestand, Zugänge und Verluste bzw. Abschreibungen gegeben.

5. Der Vorstand sorgt sich um eine sichere Unterbringung aller Vermögensstücke, erteilt evtl. notwendige Reparatur- oder Renovierungsaufträge und ist insgesamt gehalten, das Vermögen der Bruderschaft zu erhalten.

X. Übergangs- und Schlussbestimmungen

1. Diese neue Satzung der St. Antoni-Bruderschaft von
1609 zu Nottuln wurde am 15. November 1987 in einer gesondert geladenen Generalversammlung im Gasthause Tombrock ausführlich beraten, verändert, ergänzt und sodann in dem hier vorliegenden Wortlaut verabschiedet.

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2. Die formelle Annahme der neuen Satzung erfolgte am heutigen Tage, dem Antoniusfest 1988, in der Generalversammlung
.
3. Mit dem formellen Beschluss vom heutigen Tage tritt die Satzung in Kraft. Alle bis hierhin besetzten Ämter in der St. Antoni-Bruderschaft sind bis zu den ersten Vorstandsneuwahlen erledigt.

4. Die ersten Neuwahlen des Vorstandes nach der neuen Satzung finden unmittelbar nach dem Beschluss über die Inkraftsetzung dieses Textes in der Generalversammlung 1988 statt. Die Mitglieder werden in der Generalversammlung am 15. November 1987 aufgefordert, Wahlvorschläge für den Kreis der Seniorenund den Vorstand bis zur Weihnachtsversammlung des bisherigen Vorstandes vorzulegen. Einzelheiten regeln sich nach Absatz V Ziffer 5, Buchstabe i (Seite 13) der Satzung.
Die Besetzung des Offizierskorps wurde von den amtierenden Offizieren beschlossen und mit dem bisherigen Vorstand abgestimmt. Mit der Unterschrift unter die neue Satzung erkennen die Antonibrüder das Verfahren an.

5. Die Protokolle über die Generalversammlung und erste Vorstandsneuwahl sind unmittelbar dieser Satzung beigefügt.

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6. Anträge zur Änderung der Satzung können nur in einer Generalversammlung eingebracht und erstmals zur Beratung in der nächsten Generalversammlung, d.h. also nach Jahresfrist auf die Tagesordnung genommen werden. Der Antrag auf Satzungsänderung ist zunächst durch den Vorstand zu beraten. Wenn der Kreis der Seniorenund der Vorstand mit Zwei-Drittel-Mehrheit einen Änderungsvorschlag ablehnen, ist automatisch die Nichtbefassung beschlossen. Akzeptiert der Vorstand einen Vorschlag auf Satzungsänderung oder lässt ihn zur Beratung in der Generalversammlung zu, so ist sein Wortlaut den Mitgliedern in der Einladung zur betr. Generalversammlung mitzuteilen.

7. Der erste vorstand nach der neuen Satzung ist verpflichtet, über Jahresfrist allen Mitgliedern der Antoni-Bruderschaft ein Exemplar der gültigen und beschlossenen Satzung nebst den Anlagen in geeigneter Form zu übergeben. In Zukunft ist allen Neumitgliedern ebenfalls die Satzung bei Eintritt in die Bruderschaft auszuhändigen.

8. Beschlossen in der Generalversammlung der St. Antoni- Bruderschaft von 1609 zu
Nottuln am Antoniusfest, den 17. Januar 1988.

Hinweis in eigener Sache

Die Satzung wurde von Hanna Rieke abgetippt.
Bei der Menge von Zeilen kann es zu Übertragungsfehlern kommen.
Falls jemand Fehler finden sollte, darf er sie behalten.
Trotzdem würde Hanna sich über eine Nachricht freuen.
Danke!

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Alle Fotos sind Eigentum der Bruderschaft und / oder es liegt eine Genehmigung vor!